eurokrise.ch     Chur | 05.02.2012
 EUROKRISE
EUROKRISE
 BÜNDNER LINKS
zeitkritik24.ch
whistleblocher.ch
dataquest24.ch

 

Die Wasserträger hinter den Kulissen der Eurokrise

Die Eurokrise: v.l.n.r. die Bilderberger Christine Lagarde (IWF), Mario Draghi (EZB), Robert Zoellick (Worldbank)

Wem bislang noch immer nicht bewusst geworden ist, dass die Europapolitik nicht massgeblich von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel bestimmt wird, sollte sich endlich folgende Gesichter und Namen von Personen und Organisationen einprägen: Christine Lagarde, Vorsitzende des internationalen Währungsfonds (IWF), Mario Draghi, Präsident der europäischen Zentralbank (EZB), Robert Zoellick, Präsident der Weltbank (WB).

Diese Herrschaften verbindet womöglich vor allem eines: Eine scheinbar latent vorhandene Gier und eine ihren Mitmenschen gegenüber eher gleichgültige Haltung, die sie, als der Investmentbank Goldman-Sachs regelmässig zuarbeitende Personen (man google deren Biografien, bzw. schaue auf Wikipedia nach), wohl unweigerlich von ihren Auftraggebern mit auf den Weg bekommen haben müssen. Anders lässt sich die von ihnen deutlich beeinflusste derzeitige Europapolitik wohl kaum verstehen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang besonders, dass sich diese Herrschaften gerne regelmässig zu vollkommen harmlosen Kaffeekränzchen mit Namen "Bilderbergmeetings" verabreden, bei denen wichtige Themen wie "Can we feed the world?" oder "Threats to Internet" durchgekaut werden. Ja, diese Treffen sind gar sooo harmlos, dass häufig grossflächige Absperrvorgänge, ähnlich den zur Abriegelung von Biowaffenlabors notwendigen Massnahmen, von den Konferenzteilnehmern in Auftrag gegeben werden müssen.

Auswirkungen des letzten Treffens (Juni 2011 in St. Moritz - Schweiz) liessen sich zum einen, sofern es das Thema "Threats to Internet" betrifft, anhand des vor kurzem stattgefundenden "schwarzen Tag Wikipedias" nachvollziehen. Zum anderen kann man nun, nach Verdauung des gerade erwähnten kleinen NWO-Missgeschicks, die raffiniert elegante Etablierung eines weiteren Teilabschnitts auf dem Weg zur neuen Weltordnung erfolgreich am eigenen Leib erfahren: die sogenannte Eskalation der Eurokrise.

Diese sogenannte Eskalation der Eurokrise dient einem ebenso simplen wie genial bequemen und friedlichen Mechanismus: Der Enteignung der europäischen Bevölkerung zugunsten der internationalen Finanzoligarchie, scheinbar ohne auch nur einen Tropfen Bluts zu vergiessen. Insofern haben die Tyrannen unserer Zeit entweder viel dazugelernt, oder aber das Blutvergiessen läuft viel subtiler ab, so dass es das Volk nicht merkt (man denke nur an die unterschiedlichen Impfstoffe gegen die Schweinegrippe - in Deutschland kategorisiert nach Politk, Militär, Volk - oder aber die aufgrund des permanenten Euro-Psychostresses zunehmende Anzahl von Herzinfarkten).

Nun, das ist ein anderes Thema, daher zunächst zum oben genannten bequem genialen Enteignungsmechanismus, der in nur vier Schritten ablaufen kann: 

  1. Schritt: Privatbanken vergeben Kredite an Staaten in Form von Staatsanleihen
  2. Schritt: Die europäische Zentralbank EZB (Präsident Draghi, ital.= Drache) kauft massiv wackelige Staatsanleihen maroder europäischer Länder auf
  3. Schritt: Eine sogenannte Technokratenregierung (Griechenland: Goldman-Sachs-Papademos, Italien: Goldman-Sachs-Monti) privatisiert Staatsvermögen durch den Verkauf von staatlichen Immobilien, Firmen, Bodenschätzen, etc., um die Schulden ihres Landes bei der EZB zu bedienen
  4. Schritt: Die Privatbanken können ihre an sich faulen Bilanzposten locker wieder zu Cash machen und somit neu und besser investieren, ohne auch nur eine Feder lassen zu müssen

Dieser genial bequeme, friedliche Mechanismus bewirkt also: Keine Privatbank wird deshalb notleidend, weil sie etwa faule Staatsanleihen auf Lager hätte. Langsam aber stetig wandert das Vermögen der europäischen Bevölkerung zur EZB, während die Privatbanken nicht nur schadlos gehalten werden, nein im Gegenteil, ihre Gewinne aus Staatsanleihen weiterhin munter sprudeln. Wir sehen also: die Vermögen der europäischen Bevölkerung sinken, während die Privatvermögen internationaler (globaler) Finanzhaie steigen.

Aber was ist ein gangbarer Lösungsweg angesichts dieser Missstände? Ein geordneter Konkurs Griechenlands und seine Rückkehr zur Drachme? Oder aber eine scharfe Regulierung des Privatbankensektors inkl. der Zerschlagung der die TooBigToFail-Kriterien erfüllenden Finanzkonglomerate? Einhergehend mit der Verstaatlichung der Notenbanken und damit deren Unterstellung unter demokratische Kontrollorgane?

Leider wird derzeit der gegenteilige Weg gegangen. Denn der ESM "Rettungsschirm" ist wiederum eine sogenannte "Facility", die sich parlamentarischer und gerichtlicher Kontrolle entzieht und unbegrenzt Gelder von den europäischen Steuerzahlern nachfordern kann. Diese mit totalitärer Macht ausgerüstete Fazilität wird der europäischen Bevölkerung als bester Lösungsweg aus der eskalierenden Eurokrise verkauft.

Der Vertrag für den permanenten Euro-Rettungsschirm (Europäischer Stabilitätsmechanismus/ESM) ist letzten Donnerstag von den Botschaftern der Euro-Staaten in Brüssel unterzeichnet worden. Der Vertrag muss nun noch von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden - dann ist die europäische Schuldenunion möglicherweise schon im Juni 2012 dauerhaft unter Dach und Fach - Prost!

 1